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von Bernd Wiechering

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Wie war die Woche? – KW 31

Anstrengend war sie und verdammt kurz … irgendwie. Viel ist hier nicht passiert. Mein Rechner ist kaputt, bzw. die Festplatte. Da muss ich mich nächste Woche als erstes drum kümmern. Ich habe meine Akustikgitarre mal wieder hervorgekramt, entstaubt und etwas gespielt. Ich versuche mich gerade an ein paar Stücken von Radiohead und Coldplay.

Wie war die Woche? – KW 30

Puh, diese Woche war heiß. Etwas zu heiß für meinen Geschmack, aber ich will mich nicht beschweren. Ich habe meinen Instagram Account wieder aktiviert – ich kann gar nicht sagen wieso, aber ich habe irgendwie Lust dort regelmäßig einige Fotos zu posten. Aber ich nutze IG nicht mit dem Smartphone, das liegt immer noch in der Schublade. Ich nutze hierfür lediglich ein Browser Plugin.

Aufgrund der Hitze war meine letzte Urlaubswoche recht faul. Viel Rumliegen im Garten und leider viel zu viel Geld für Zeugs ausgegeben: Ein Objektiv, Kameragurt, Vinyl-Scheiben, die ersten 12 Simpsons-Staffeln (ich führe meinen Sohn gerade in die Welt von Matt Groening ein) und ein paar Stop-Motion Filme auf DVD. Auf der anderen Seite habe ich auch unsere Filmschublade mal wieder aufgeräumt und mindestens 25 DVDs bzw. BluRays bei ebay eingestellt.

Fotografie ist immer noch total angesagt und ich interessiere mich immer mehr für die Videografie, speziell für Stop Motion Techniken. Mal sehen, ob ich da in Zukunft mal ein paar Sachen fertig bekomme. Wäre auch ideal für kommende Musikvideos. Das erste mound Video ist diese Woche auch fertig geworden. Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich aber schon, dass ich da nicht etwas mehr Herzblut reingesteckt habe.

Am Freitag war noch mal ein Bandgrillen mit two-thirds von uns. Der Sänger ist im Moment viel beruflich unterwegs. Das war nice, aber ein recht entspannter Abend. Nächste Woche geht es auch mal wieder in den Proberaum … soll ja nicht mehr ganz so heiß sein.

Mein Sommer-Urlaub ist damit auch rum. Nächste Woche muss ich mich erstmal wieder an die Arbeit gewöhnen und ansonsten ist im Garten noch so einiges angefallen, mehr Musik wäre auch mal wieder nicht schlecht. Leider habe ich das Gefühl, dass mein betagter Laptop langsam schlapp macht. Er wird in letzter Zeit richtig schnell heiß, ohne große Belastung. Vielleicht liegt es ja echt nur an der Hitze im Haus. Ich hoffe … etwas Neues war für dieses Jahr noch nicht geplant.

Lesetipps

Minimalism

The Attention Diet

Mein persönlicher Testbericht zu der Canon Eos 550D – oder, wer kauft sich denn eine so alte Kamera?

Retro-Kameras sind ja gerade wieder chic – eigentlich schon länger. Aber mit Retro-Kameras meine ich wirklich alte Kameras, solche die schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben und die ihre Blütezeit in den 60ern, 70ern und 80ern des letzten Jahrhunderts hatten. Außerdem sollte es sich hierbei um analoge Filmkameras handeln – total hip! Steh‘ ich auch drauf.

Nicht umsonst bauen viele Hersteller ihre aktuellen spiegellosen Systemkameras genau nach diesen Vorbildern (Fuji, Olympus, …). Auch wenn diese digital funktionieren, sehen sie zumindest retro aus. Was ist aber mit einer Kamera, die ungefähr neun Jahre alt ist? Ziemlich uncool, eigentlich. Die Canon EOS 550D ist genau solch eine Kamera. Die Markteinführung war im Frühjahr 2010 und der Neupreis lag damals bei 800-900 Euro.

Der Sensor verfügt über ganze 18 Megapixel und das Teil ist komplett aus Plastik … füllt sich zumindest so an. Der aktuelle 2nd-Hand Guide 2019/2020 des foto Magazins schreibt, dass der Straßenpreis momentan bei 120,- Euro liegt. Nach einer Recherche meinerseits liegt der Body-Preis bei ebay im Schnitt bei ca. 140-150 Euro. Ich habe einen gut erhaltenen Body inklusive Kit-Objektiv (18-55mm) und Telezoom (75-300mm) für 180,- Euro bekommen.

Vor einigen Jahren besaß ich schon eine 550d (oder Rebel T2i, wie sie in Amerika heißt) und es war meine letzte DSLR, die ich – nachdem ich sie Fallen ließ – defekt verkauft hatte. Ich mochte diese und daher ist solch ein Modell nun wieder in meinem Besitz. Ich sehe einfach nicht ein, warum ich für ein Hobby gleich zwischen 500 und 800 Euro für ein aktuelles Model ausgeben soll – in der Hoffnung, dass diese gebrauchte Kamera nicht nach einigen Wochen den Geist aufgibt.

Aktuelle Modelle dieser gehobenen Einsteigerklasse von Canon verfügen über 24 Megapixel, das macht für mich keinen großen Unterschied. Der Sensor der 550D ist ein DIGIC 4 CMOS Sensor und das aktuelle Modell verfügt bereits über einen DIGIC 7 CMOS Sensor. Das sagt zwar nichts über die Bildqualität, aber hinsichtlich Autofokus und Prozessorgeschwindigkeit … kann ich aber mit leben. Ok, beweglicher LCD Bildschirm wäre gut und der Autofokus könnte etwas schneller sein, aber das wäre mir nicht so viel Geld wert.

Nach dem Kauf hatte ich die 550D gleich mit an der Ostsee, zusammen mit dem berühmten 18-55mm Kit-Objektiv. Wieder zuhause am Rechner kam dann schnell die Ernüchterung. Auch wenn meine Fuji X-M1 ebenfalls schon zum alten Eisen gehört, sind die Bilder mit Fuji’s Kit (16-50) schon qualitativ höher, was Schärfe angeht. Das liegt aber auch am Bildstabilisator des Fuji Glases. Mein Canon Pendant verfügt über keine Stabilisator. Außerdem sehen die Bilder out-of-cam bei der Fuji schon netter aus, weil diese ein paar Film Presets an Bord hat.

Aus diesem Grund war meine erste zusätzliche Anschaffung für die Canon das berühmte „Nifty Fifty„, das günstige 50mm f1.8 Festbrennweiten-Objektiv von Canon, dass es mittlerweile in der dritten Generation gibt. Für gut 100 Euros ist dieses Objektiv unschlagbar. Ohne Frage eine Plastikdose, die man auf keine Fall fallen lassen sollte, aber für den Preis bekommt man keine bessere Bildqualität.

Damals besaß ich die zweite Generation, dass 50mm f1.8 II und Canon hat die neueste Inkarnation definitiv verbessert. Es sieht wertiger aus, verfügt zumindest an den empfindlichen Stellen über etwas Metall und der Motor ist leiser geworden (ein Segen). Dies Glas kann ich ohne Frage empfehlen.

Das Telezoom (75-300mm) habe ich noch nicht wirklich ausgiebig getestet, weil solch ein Zoom bei mir fast nie zum Einsatz kommt.

Des Weiteren mag ich die Videofunktionen der 550D. Auch wenn FullHD Video schon lange Standard ist (eigentlich schon 4K), war das vor neun Jahren noch nicht unbedingt überall der Fall. Man kann zwar nur 12 Minuten am Stück aufnehmen und der Aufnahmechip wird auch schnell mal heiß, aber die Tatsache, dass man in 30fps oder auch 24fps aufnehmen kann, gefällt. Außerdem gibt es einen externen Mikrofon-Eingang, was auch nicht selbstverständlich ist.

Und die Haptik? Ganz wichtig ist für mich auch, wie die Kamera in der Hand liegt und wie sie sich bedienen läßt. Die Canon EOS Reihe ist nicht wirklich „schön“, aber sie lassen sich einfach gut halten beim Fotografieren. Auch wenn die 550D eine Plastikkamera ist, hat sie an gewissen Stellen einen rauen gummiartigen Überzug, der sich gut anfühlt und einem Halt gibt. 😉

Die Tasten liegen an der richtigen Stelle und man verstellt eigentlich nicht ganz aus Versehen. Der LCD Bildschirm ist angenehm groß und im 3:2 Format. Der Sucher ist nichts Besonderes – wenn ich hier an den Sucher der Olympus OM-1 denke … Aber es gibt zumindest einen und das ist gut.

Wie gesagt, ich mag diese etwas betagte digitale Spiegelreflexkamera. Man bekommt ausreichend Technik und Komfort zum kleinen Preis und wenn man dann noch das günstige 50mm Objektiv von Canon dazu kauft, hat man ein Setup für knapp 250 Euro, dass ich jedem Einsteiger und auch ambitionierten Hobbyfotografen nur ans Herz legen kann. Empfehlenswert ist allerdings beim Gebrauchtkauf zu wissen, wieviele Auslösungen die Kamera hinter sich hat, weil irgendwann die Mechanik aufgibt. Es gibt Tools für PC oder Mac zum Auslesen der Auslösungen, wenn diese in Richtung 10.000 gehen würde ich auf jeden Fall vom Kauf abraten.

Falls dann die Ansprüche doch irgendwann noch steigen, kann man immer noch hochwertige Gläser dazu kaufen. Denn ein anständiges Objektiv ist immer noch wichtiger als die Kamera dahinter.

Einige schnelle Beispielaufnahmen der Canon EOS 550D:

50mm | f4.0 | 1/80sek | ISO200
50mm | f2.8 | 1/160sek | ISO100
50mm | f1.8 | 1/2000sek | ISO100
50mm | f1.8 | 1/500sek | ISO100
35mm | f20.0 | 1/200sek | ISO100

55mm | f20.0 | 1/80sek | ISO640

Ernährungsumstellung – Experiment #02 Log

Am 22.07.2019 habe ich beschlossen meine Ernährung drastisch umzustellen … zum Besseren, denke ich – zunächst erstmal für mindestens 21 Tage. Was danach kommt und wie es läuft sieht man hier.

Schon nach nichtmal einer Woche habe ich das Experiment abgebrochen. Abgefahren, wie schwach der eigene Wille manchmal ist.

Tag 01

Völliger Fehlstart … um 10.00h schon abgehakt. Läuft bei mir…

Tag 02

Reboot. Nochmal von vorne. Heute war es so extrem heiß, dass ich dem McFlurry um 15.00h nicht widerstehen konnte. Fängt echt gut an.

Tag 03

Schon besser, morgens gab es nur Obst, mittags ein Eintopf aus Fenchel, Linsen und Curry (fein, fein) und nachmittags dann doch eine Limo. Abends etwas Vollkornbrot, allerdings mit Aufschnitt. Ich bin kurz davor das Ganze sein zu lassen…

Tag 04

Ok, das kriege ich im Moment absolut nicht so auf die Reihe, wie ich es eigentlich geplant habe … abgebrochen.

Der erste „richtige“ Videoclip von mound ist im Kasten und Netz…

Bisher haben wir nur immer irgendwelche Bilder als Videohintergrund genutzt, um etwas Visuelles für unsere Songs anzubieten. Aber jetzt haben wir Ernst gemacht, teures Video-Equipment gekauft, etliche Tutorials durchgearbeitet und uns in hochkomplexe Software zur Bearbeitung digitaler Videodateien eingearbeitet. In wochenlanger Vorbereitung haben wir Skripte und Storyboards angefertigt, um eine subtile Darstellung der wichtigen Message des Songs zu vollenden.

Naja, für’s erste Video ist es ganz ok geworden. Nochmals „Vielen Dank“ an Emma, Lenny und Luis für’s Schauspielern 😉 Voller Stolz präsentieren wir „Nymphomaniac“ von der aktuellen EP „Sugar Cotton Clouds“:

Wie war die Woche? – KW 29

Die meisten Tage dieser Wochen haben wir zu viert an der Ostsee verbracht, genauer gesagt auf Fehmarn. Das war herrlich, auch wenn das Wetter nicht allzu nett war. Interessant war, dass es dort auch einen Jimi Hendrix Gedenkstein gibt. Anfang September 1970 hatte er dort seinen letzten Festival-Auftritt bei dem Love-And-Peace-Festival und sein letzter Auftritt war dann zehn Tage später in einem Jazz Club in London.

Google Maps Fehmarn…

Und genau da, wo damals die Bühne des Festivals stand, steht heute ein Gedenkstein mit Hendrix‘ Stratocaster reingemeißelt. Logischerweise mussten wir da gleich hin. Leider hatte ich da meine Kamera nicht dabei.

Auf dem Rückweg durch Schleswig Holstein haben wir dann noch den einzigen Baum mit einer eigenen Postanschrift besucht. Die Bräutigams-Eiche bei Eutin. Die Briefe, die dorthin geschickt werden, findet man in einem großen Astloch, dass man über eine Leiter erreicht. Die Briefe kann jeder lesen.

Immer noch auf dem Heimweg von der Ostsee machten wir einen weiteren Zwischenstopp in Bremen, in einem Mediamarkt. Der Grund dieses Aufenthalts ist mir entfallen, aber dort gab es das letzte Sonic Youth Album „The Eternal“ auf Vinyl zu einem bezahlbaren Preis. Immer wenn ich im Netz danach gestöbert habe, war es unbezahlbar. Ein nettes Mitbringsel aus Bremen.

Wieder in Nordenham ging es es erst einmal in den Garten zum Entspannen, Grillen und Rasenmähen und am nächsten Tag an die Nordsee, für einen direkten Vergleich. 1:0 für die Ostsee. Sehr empfehlenswert ist die neue Adventure-Golf Anlage in Burhave.

Am Samstag Abend war Filmabend auf dem heimischen Sofa und wir haben (für mich zum zweiten mal) das Wes Anderson Meisterwerk „Isle Of Dogs“ geschaut. Großartig, selbst die Kinder fanden den gut.

Heute war dann nochmal Kinotag. Der neue Spiderman … war ganz ok. Morgen beginnt dann die letzte Urlaubswoche und Ernährungsumstellung…

Lesetipps

Why the Depth Year Was My Best Year

Abracadabra – The Complete Story of the Beatles‘ Revolver (free ebook)

Shot on iPhone – Christopher Anderson (großartiges Video über die Nutzung der Dinge, die man zur Hand hat, Licht und Found Objects), man muss ja nicht zwingend mit einem Smartphone fotografieren).

Time Flies

77 Life Rules For Photographers

The Return of the Fujifilm X-M1

Noch vor gut einer Woche war ich der Meinung, dass die Fuji Kamera mir nicht mehr gut genug ist. Ich habe mir kurzerhand eine alte, gebrauchte Canon 550D mit 2 Standard-Objektiven bestellt, diese dann mit in den Urlaub genommen und bin etwas enttäuscht. Die Bilder waren nicht von der Qualität, die ich von der 550D gewohnt war. Alles liegt irgendwie hinter einem Schleier und ist nicht so knackig scharf, entweder sind die Objektive echt so kacke oder die Kamera müsste mal vernünftig gereinigt werden.

In den letzten Tagen habe ich deshalb die Fuji wieder vom Regal geholt und damit etwas fotografiert und das ist schon ein anderer Schnack, selbst mit dem Kit-Objektiv (16-55mm). Manchmal sollte man sich einfach mit dem zufrieden geben, was man besitzt. Das spart Geld und Nerven.

Vorgestern habe ich dann auch meine alten Analog-Objektive meiner alten Canon A-1 wiedergefunden. Dafür hatte ich damals Fuji-Adapter besorgt, kam aber mit dem manuellen Fokussieren nicht so zurecht. Das habe ich jetzt nochmal im Garten getestet und probiert und mittlerweile klappt es einigermaßen und ich bin begeistert. Ich habe ein Canon FD 50mm 1:1.4 und ein Tokina FD 135mm 1:2.8. Das sind schon recht gute Gläser, zumindest verglichen mit dem Plastik-Kit-Objektiv.

Solche guten Ergebnisse konnte ich mit der Canon 550D nicht erzielen. wie gesagt, ich werde diese nochmal gründlich reinigen und eventuell meinem Sohn geben oder sogar wieder verkaufen. Allerdings vermisse ich den Sucher trotzdem noch 😀 Eventuell käme dann noch eine gebrauchte Fujifilm X-T1 oder X-T10, denn diese verfügen zumindest über einen elektronischen Sucher. Hoffentlich wird das nicht wieder so ein Schuss in den Ofen 😉 Aber vielleicht bin ich ja im Moment auch nur so ein nerviger Pixelgucker … das kann man mal haben.

Ein tiefes anstelle eines breiten Jahres

Vor ein paar Monaten habe ich im Blog von David Cain, Raptitude.com, den Artikel über ein tiefes Jahr entdeckt. Gestern ist mir diese Idee wieder in den Sinn gekommen und ich glaube es ist eine wirklich gute Idee.

Ein tiefes Jahr wäre ein Jahr, in dem man sich keine neuen Gadgets kauft, kein neues Hobby beginnt, keine neuen Platten oder Bücher. Es wäre ein Jahr, in dem man das vertieft, was man schon hat: Endlich die schwierigen Akkorde auf der Gitarre lernen, Photoshop wirklich beherrschen, das Buch über Gödel, Escher und Buch nochmal intensiv lesen und verstehen, die Kamera ausschließlich manuell bedienen oder auch sein Songwriting auf’s nächste Level bringen.

Im Zeitalter des Konsums und des Internets ist es zu einfach geworden sich ständig mit neuen Dingen zu beschäftigen, man hat für zehn Euros im Monat Zugriff auf nahezu alle Musikalben der Welt in digitaler Form, der Kindle wird immer voller, Instagram und Twitter inspirieren immerzu zu neuen Aktivitäten… Man geht immer mehr in die Breite (nicht unbedingt physisch) und immer weniger in die Tiefe.

Es geht sicherlich vielen so, dass man lieber etwas Neues beginnt, wenn die derzeitige Leidenschaft zu anstrengend wird. Wenn die neue Programmiersprache mühsam wird, suche ich mir eine andere. Wenn ich eine Akkordfolge immer und immer wieder wiederholen muss, um sie zu verinnerlichen, lasse ich es lieber und wenn das Buch über das Songwriting der Beatles zu musiktheoretisch wird, lege ich es erstmal weg.

Aber wie befriedigend muss ein Jahr sein, in dem man sich nicht ständig anderen Dingen zuwendet, wenn es etwas mühsamer wird. Wenn man bei seinen momentanen Leidenschaften bleibt und diese wirklich mal vertieft. Wenn man endlich mal ein experimentelles Pop-Album aufnimmt, anstatt sich ständig mit neuer Musiksoftware abzulenken … ja, ich höre ja schon auf persönliche Beispiele aufzuzählen, die mich selbst wurmen…

Es geht darum sich die Sucht nach ständigen Kicks abzugewöhnen, die man erfährt wenn man hochmotiviert neue Dinge beginnt. Heutzutage ist es zu einfach, ständig etwas neues zu finden, lesen oder kaufen. Jeder liebt etwas Neues. Aber macht dieses impulsive Verhalten zufrieden oder glücklich?

Industrie, Marketing und Werbung sind natürlich darauf aus, dem Konsumenten ständig etwas Neues anzubieten und neue Wege zu verkaufen – neue Möglichkeiten, Bücher, neues Zeugs. Kein Marketing-Stratege will, dass man sich zu viel mit dem beschäftigt, was man bereits erworben hat. Wenn man die Liebe zu etwas aufrecht erhält, für dass man bereits Geld ausgegeben hat, gibt man keines für neuen Krams aus.

Ich persönlich besitze zwei Gitarren, eine DAW, Photoshop, eine Kamera und einige Platten. Würde man mich mit diesen Dingen für einige Zeit in eine Gefängniszelle stecken, wäre ich irgendwann ein richtig guter Gitarrist, hätte etliche Songs aufgenommen und könnte meine digitalen Fotos auf professioneller Ebene bearbeiten. Genauso, wie ich es mir in meiner Fantasie ausgemalt habe, als ich diese Dinge erworben habe.

Im Grunde bietet nur ein Instrument, wie beispielsweise die Gitarre, unendlich viele Möglichkeiten sich musikalisch auszudrücken. Man könnte sich sein ganzes Leben nur damit beschäftigen, was sicherlich auch schon einige bewiesen haben. Allerdings kann man diese Tiefe nicht erreichen, wenn man seine Aufmerksamkeit nicht fokussiert und sich ständig von neuen Dingen ablenken und beeindrucken lässt.

Man könnte sich nun fragen, warum? Warum sollte ich mich nicht ständig neu inspirieren lassen, neue Hobbies ausprobieren, soviel neue Musik wie möglich konsumieren und die coolsten und neuesten Gadgets kaufen, wenn ich es mir doch leisten kann?

Ich denke und habe es am eigenen Leib erfahren, dass man sich irgendwann einfach schlecht fühlt, wenn man etwas nicht durchgezogen hat, wenn man etwas nie zu Ende bringt, und wenn man nie das Level erreicht, dass man sich beim Starten einer neuen Aktivität noch ausgemalt hat.

Die ungelesenen Bücher im Regal könnten einen schon positiv verändern, wenn man sie denn endlich mal zu Ende liest und vielleicht auch ein zweites oder drittes mal. Man könnte Motivationsschübe erfahren, wenn man endlich neue Levels im Spielen eines Instruments erreicht, anstatt ständig ein Neues zu beginnen. Es sind diese kleinen Momente, in denen etwas schwierig oder langweilig erscheint, wo man sich entscheiden muss, ob wenn den einfachen weg geht und etwas Neues sucht, oder ob man endlich weiter in die Tiefe geht.

Solange man sich nicht einfach in einen Raum einschließt, mit einer Gitarre und einem Laptop mit nur einer Recordingsoftware darauf, muss man sich einfach Grenzen setzen und weniger Freiraum zum Suchen nach Neuem. Und wenn man tiefer gräbt, findet man sicherlich wertvollere und bessere Dinge, als wenn man immer nur an der Oberfläche sucht.

Nordsee…

Ja, auch nett … aber die Ostsee ist dann doch noch etwas schöner 😉

Ostsee…

Letzten Sonntag ging es für ein paar Tage auf die Ostsee-Insel Fehmarn in Schleswig Holstein. Das Wetter war zwar zunächst bescheiden, aber gebucht ist gebucht.

Blick aus unserem Hotelzimmer

Zuletzt war ich vor 15 Jahren am Weissenhäuser Strand und habe eigentlich nur gute Erinnerungen an die blaue Ostsee. Damals waren wir noch zu zweit, jetzt waren wir zu viert. Deshalb war ein Besuch des Hansaparks obligatorisch.

Am Mittwochnachmittag wurde das Wetter dann endlich sonnig und die Ostsee zeigte sich in ihrer ganzen Pracht.

Die alten IFA Hotel-Türme sind nicht gerade ein Hingucker, aber der Rest der Anlage mit Strand und Yachthafen ist echt schön

Den letzten Tag Tag konnten wir dann noch am Strand verbringen, auch wenn ich nicht ins Wasser gekommen bin. Ich stelle mich bei kaltem Wasser immer etwas an… Man sollte allerdings bedenken, dass wir eigentlich genauso solch einen Anblick genau vor der Haustür haben. Butjadingen und die Nordsee bieten ebenfalls Strand, Sand und Meer, auch wenn das Wasser nicht so herrlich blau ist.

Aus diesem Grund wollen wir in den nächsten Tagen mal wieder den Strand hier am Jadebusen auschecken, eventuell einen Strandkorb mieten und ein Paddelboot zu Wasser lassen.

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Thema von Anders Norén.