Up To Date – Links und Krams KW 18/2022

Auch die letzte Woche war hier musikalisch fast ausschließlich Malkmus angesagt. So ausführlich habe ich mich bisher noch nie mit seinem Solo-Alben (und den Jicks) befasst und ich muss sagen, mir ist da Einiges entgangen. Die Platten werden mit jedem Hören besser.

Auch wenn Pavement absolut grandios waren, hatte Malkmus nach deren Auflösung noch längst nicht seine besten Songs geschrieben…

Zum Wochenende hin habe ich zufällig mitbekommen, dass Mike Myers eine neue Serie für Netflix produziert hat. Man hatte ja lange nichts von ihm gehört und ich habe ehrlich gesagt nicht allzu viel von der Serie mit dem kryptischen Namen Pentaverate erwartet.

Aber ich wurde tatsächlich positiv überrascht. Das ist alles immer noch typisch Myers! Und er hat wieder haufenweise Rollen selber übernommen, fast alle eigentlich. Auch wenn ich das Ende etwas schwach fand, kann ich die recht kurze erste Staffel (6 Folgen, zusammen keine 3 Stunden) wirklich empfehlen. Typischer Myers Humor … mit recht aktueller Thematik.

Links und Zeugs

Instructables // 103 Bits of Advice // Setting Up A Web Developer Work Environment // The Next Version of The Internet // The New Puritans // Zettelkasten // Get Your Dose of Nature // Dieses Audio-Interface würde mir wohl gefallen // This was the Poor Man’s Studio: Amiga 500 // AI: Four Bar Drum Loop Generation // Small Kindnesses // Why I Turned Off Comments and DMs // 101 Ways To Get Outside This Spring // Recreating The Sounds of the BBC Radiophonic Workshop // Jarvis Cocker Interviews Six Collectors // Ein neuer Doctor Who ///

Become Anonymous & Untraceable // You Should Make A Digital Bugout Bag // Abbey Road but it’s just Bass // The Beauty Of Wes Anderson // This is why we can’t have Nice Things // Building A Simple Plugin Synth with Cabbage // Reason Studios: The New Vocoder Effect // Behind The Mac: Skywalker Sound // TR-808 Cowbell Rebuild // Beach Girls And The Monster 1965 ///

Up to Date – Links und Krams KW 17/2022

Das war eine recht entspannte Woche, mit viel Pavement und Stephen Malkmus auf dem Plattenteller. Hatte fast vergessen, wie grandios dieser Mann ist.

Links und Zeugs

Poorly Photoshopped Pictures in Films // Game: Return of the Slimepires // Ron Gilbert macht wieder ein Monkey Island! // The Inside Story of How Tumblr Lost its way // Third Man Records verkauft einen OldSchool Plattenspieler // LEGO Indiana Jones // Die Ableton Synth-Lernplattform ist noch besser geworden // 1700 kostenlose Onlinekurse von bekannten Universitäten // Virtuelle Kommunikation macht die Kreativität kaputt // Earth Clock // Excel ist your most overlooked Design Tool // Illustrationen von Doug John Miller // Kung Fu Hustle 2 kommt und warum das so lange gedauert hat // Would I Do it Tomorrow? ///

A Guerilla Gardener in South Central LA // How The world sounds to Animals ///

Pavement – Here

I always dressed for success
But success it never comes
And I’m the only one who laughs
At your jokes when they are so bad
And your jokes are always bad
But they’re not as bad as this

Come join us in a prayer
We’ll be waiting, waiting where
Everything’s ending here

And all the sterile striking
It defends an empty dock you cast away
And rain upon the forehead
Where the mist’s for hire if it’s just too clear
Let’s spend our last quarter stance randomly
Go down to the outlet once again

Painted portraits of minions and slaves
Crotch mavens and one-night plays
Are they the only ones who laugh?
At the jokes when they are so bad
And the jokes they’re always bad
But they’re not as bad as this

Come join us in a prayer
We’ll be waiting, waiting where
Everything’s ending here

And all the Spanish candles
They sold away sold have gone away to this
And a run-on piece of mountain
Trembles, shivers, runs down the freeway
I guess she spent her last quarter randomly
We guess, a guess is the best I’ll do

Last time, last time is the best time I spent

Up To Date – Links und Krams KW 16/2022

Krank zu Hause hat auch Vorteile. Soviel wie in den letzten Tagen habe ich schon lange nicht mehr in meiner Musiksammlung gewühlt. Eine Band, die ich tatsächlich zuletzt 2019 gehört habe – als eines ihrer Alben als Jubiläumsausgabe erschien – ist dEUS. Die Belgier haben mich damals mit ihrem Debütalbum dermaßen umgehauen, dass sie seitdem zu einer meiner Lieblingskapellen gehört.

Das dritte Album – The Ideal Crash – feierte 2019 20-jähriges Jubiläum und dazu hat die Band dann ein spezielles Doppelalbum mit einigen Goodies veröffentlicht.

Aber Mitte der 90er sind in Belgien so einige gute Bands ins Licht der Öffentlichkeit geschoben worden. Alle Bands, die mir richtig gut gefallen stammen irgendwie aus dem Dunstkreis von dEUS und gehören zu der legendären Antwerp Scene. Nachdem Stef Kamil Carlens dEUS 1996 verlassen hat, gründete er die wunderbaren Moondog Jr, die sich dann in Zita Swoon umbenennen mussten…

Und ja, Carlens ist ein großartiger Songwriter und dieser hat dann bei dEUS echt gefehlt! Ein weiteres Kollektiv belgischer Musiker und Theaterleuten war Kiss My Jazz, die ebenfalls 1996 das Licht der Welt erblickten. Hier waren diverse Musiker von dEUS involviert. Kiss My Jazz wollte eigentlich so typische Jazz Crooner Musik machen, sind dann aber glücklicherweise recht weird geworden. Die Einflüße von Tom Waits, Cpt Beefheart und Charles Mingus sind nicht zu überhören.

Die Live-Auftritte dieser Big Band waren legendär. Eine weitere belgische Indierock Gruppe war Dead Man Ray, die mehr nach dEUS klangen, als nach kaputtem Jazz.

Rudy Trouvé von dEUS hat die Band 1998 gegründet und sie haben bis 2002 vier Alben veröffentlicht. Das waren zumindest die Bands, die ich aus Belgien kenne. Es gibt sicherlich noch mehr Schätze, die es aus dem Nachbarland zu entdecken gibt und vielleicht sollte man sich auch mal mit den aktuellen Bands beschäftigen. Eine gute Anlaufstelle ist das Belgian Pop & Eock Archive

Ansonsten habe ich das Buch „Stolen Focus“ von Johann Hari gelesen. Sehr beeindruckend und es hat mir ein wenig die Augen geöffnet … empfehlenswert. Achso, von The Office habe ich so gut wie alle Staffeln durch … ja, ich bin nicht stolz drauf. Ist aber auch eine gute Serie 😉

Links und Zeugs

Das belgische Pop-und Rock-Archiv // Our minds can be Hijacked: The Tech Insiders who fear a Smartphone Dystopia // Hight Tech is watching you // Tech companies use Persuasive Design to get us hooked // Here is what the big Tech Companies know about You // Tech brings out the worst in us // Death By Information Overload // Fake Election News Stories outperformed real News on Facebook // Reliving the Sinclair ZX Spectrum // Listen to a random Forest ///

The Genius Engineering of the 3 1/2″ Floppy Disk // How Rick & Morty became the face of Cringe Culture // Ein Orchester mit Studenten aus Utrecht spielt „Paranoid Android“ von Radiohead ///

Ich war heute das erste mal in dem Cashmir Second-Hand Plattenladen in Bremerhaven (schräg gegenüber vom Hauptbahnhof). Ich hatte leider nicht viel Zeit dort, aber ich habe auf die Schnelle die Eric Burdon & War Platte gefunden:

Up To Date – Links und Krams KW 15/2022

Diese Woche war Quarantäne angesagt und ich habe zu viel Zeit auf Netflix verbracht. Auch wenn dort zu 80% nichts Dolles läuft, habe ich die alte Serie „The Office“ entdeckt. Ja, genau die, die „Stromberg“ hier in Deutschland nachgeahmt hat. Der macht das auch ganz gut, aber Steve Carell und seine Kollegen sind eine komplett andere Liga. Auch wenn die ersten beiden Staffeln etwas lahm sind, wird die Serie danach immer besser. Auch wenn die coolen Kids die Folgen sicherlich im englischen Original ansehen würden, geht für mich die deutsche Synchro auch in Ordnung.

Natürlich habe ich wieder haufenweise Platten gehört. Ich hänge immer noch bei Motorpsycho fest und habe außerdem meine damalige Liebe zu Blonde Redhead wieder entfacht. Spitzenband, zumindest auf den ersten fünf Alben.

Leider habe ich von dem Trio keine Platten oder CDs mehr, aber ich habe sie noch in meiner umfangreichen mp3-Sammlung. Nachtrag: Glücklicherweise konnte ich jetzt doch noch ein Vinyl-Album und zwei CDs relativ günstig ergattern…

Eine weitere Band, von der ich nur noch eine einzige EP auf Vinyl besitze ist NoMeansNo. Die habe ich zufällig aus dem Regal gezogen, als ich Motorpsycho wieder einsortiert habe und dann aufgelegt. Ewig nicht gehört und trotzdem noch für gut befunden.

Apropos Platten: Schon seit ein paar Wochen habe ich die seltsame Angewohnheit, jede Platte die ich auf den Turntable lege, auch auf Instagram zu posten … Warum macht man sowas? Warum mache ich sowas? Will man zeigen, was für einen exquisiten Musikgeschmack man besitzt? Ist man süchtig nach ein paar armseligen Likes? Hmmm…

Ich würde mich jetzt nicht als extremen Plattensammler bezeichnen. Ich mag Vinyl und ich höre auch echt gerne Platten. Früher hatte ich mal eine Zeit lang viel mehr Alben als heute. Damals traf man sich noch viel mehr mit Freunden am Wochenende – nicht weil früher alles besser war, sondern weil man noch jünger war und keine Familie hatte – und dort wurden dann immer stolz die neu ergatterten Scheiben präsentiert und gehört.

Ich denke, dass Social Media dieses Ritual ersetzt hat. Höchstwahrscheinlich ist Social Media ein wichtiger Grund für das derzeitige Vinyl Revival. Denn nun kann man online seine „Schätzchen“ präsentieren … im Grunde ist es aber nicht dasselbe…

Passend zum Thema fiel mir dieser Link in die Hände, der mir erklärt warum ich überwiegend Musik aus den 90ern und Anfang 2000ern höre und selten ganz neues Material. Ich muss tatsächlich zugeben, dass sich mein Musikgeschmack seitdem nur wenig verändert hat…

Links und Zeugs

Record Collecting in the Digital Age // Beautiful News Daily // Strudel: Music Live Coding im Browser // Something Strange Happens to your Taste of Music at the Age of 30 // A Web Renaissance // Creating the Commodore 64: An Engineer’s Story // It is difficult to buy a Dumb TV // 45 Jahre nach dem Debütalbum vom Television ///

How Loud Can Sound Physically Get? // Guitar through Modular Synth sounds ridiculous ///

Up To Date – Links und Krams KW 14/2022

Meine komplette Familie lag diese Woche flach und ab Mitte der Woche war es bei mir auch so weit. Deswegen ist hier so gut wie gar nichts passiert. Ich habe einen Haufen Platten gehört, darunter ein paar Fu Manchu Scheiben und wieder mal Einiges von Motorpsycho. Die sollte ich wieder viel öfter hören.

Leider mussten wir auch unseren 3-Tages-Trip in den Slagharen Freizeitpark am kommenden Montag canceln. Ich hoffe es geht hier allen im Laufe der nächsten Woche besser. Ich werde meinen Urlaub trotzdem irgendwie sinnvoll nutzen und etwas HTML, CSS und JS lernen und eventuell über eine Website für das geplante Nuclear Attack Revival nachdenken. Bisher sieht es wohl so aus, als wenn der neue Name für das Projekt Die Insassen sein wird … das letzte Wort ist da aber noch nicht gesprochen…

Links und Zeugs

What would your „About Me“ say? // Google Maps Hacks // „Creamy“ Keyboard Clicks // Ich liebe diese illustrierte Online-Geschichte von Amy Wibowo, wie sie ihre erste Website gebaut hat… ///

The Birth of Hip Hop // Motorpsycho Live in Trondheim 1998:

Up To Date – Links und Krams KW 13/2022

Letzte Woche habe ich meine alten Nuclear Attack Kassetten wiedergefunden und mich in die herrlich sinnfreien und teilweise lustigen Texte neu verliebt. Ich frage mich, warum wir das nie wieder gemacht haben? Warum haben wir irgendwann nur noch englische Texte geschrieben und diese dann eher mit einer düsteren oder ernsten Thematik versehen?

Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie habe ich Moment Lust wieder deutschsprachige, witzige, sarkastische und auch sinnfreie Texte zu schreiben und diese auf unterschiedliche Musik zu singen: Indiekrams, Elektrogefrickel oder was weiß ich. Im Moment ist die Welt doch eh gerade recht düster und das muss man doch nicht auch noch mit der eigenen Musik untermalen?

Mit Undawn verneigen wir uns weiterhin vor unseren alten Helden von Slayer, EyeHateGod oder den Melvins und mound ist im Moment gerade gegessen. Also könnte man doch Nuclear Attack wieder aufleben lassen? Die Frage ist, ob wir den Namen weiterhin verwenden … (er ist jetzt nicht wirklich geschickt gewählt, gebe ich zu) oder ob wir uns einen bescheuerten aber passenden deutschen Namen ausdenken und darunter dann weiter machen in eben erwähnte Richtung…

Ansonsten habe ich diese Woche mal wieder viel Ween gehört. Leider besitze ich keine Platten oder CDs mehr von den Jungs, aber ich habe damals meine Ween Sammlung in mp3s umgewandelt und diese Dateien habe ich glücklicherweise noch.

Ich könnte hier jetzt einen ganzen Schulaufsatz über die grandiose Band aus New Hope schreiben. Mach ich aber nicht … eventuell bekommen sie demnächst einen eigenen Artikel. Jedenfalls gehörten Ween Mitte der Neunziger bis in die 2000er zu meinen Lieblingsbands und Chocolate & Cheese wird wohl ewig zu meinen Lieblingsplatten gehören.

Links und Zeugs

My Room is a mess // A Guide to Ween’s Chocolate & Cheese // The Absurdity of Fandom: Slint’s „Spiderland“ // All the F*cking Books You Find at the Bookstore // The 15 most Beautiful Songs under 2 Minutes // netter Online Video-Editor: „Runway“ // Song-Maker … ich liebe ihn! // Losing can be transformative // Stop Believing these Myths about Creativity // The real reason to „Learn To Code!“ // Infinite Mac! // How To Glue This to That // Science Humour ///

Rubber Chicken „The Immigrant Song“ // Ich mag die neue Jon Spencer Platte jetzt schon! // Stop Trying To Be Nice all the Time // She was addicted to PacMan in 1982 ///

Up To Date – Links und Krams KW 12/2022

Diese Woche war musikalisch recht durchwachsen. Den Anfang machten die Beatles. Ich habe mal wieder die blaue Box vom Regal genommen, abgestaubt und ein paar Scheiben der Sammlung aufgelegt…

Die Beatles haben mich dann an die Flaming Lips erinnert und daher lagen diese ab und an zum Frühstück auf dem Plattenteller.

Und die Flaming Lips haben mich an den Anfang der 90er Jahre erinnert und dann habe ich meine alten Nuclear Attack Tapes rausgekramt und ins Tape-Deck geworfen. Nuclear Attack war mein erstes Lo-Fi-Homerecording-Dingens.

Zusammen mit Frank und einem anderen Schulfreund – Hartmut – habe ich seltsame Musik aufgenommen, von fragwürdiger Qualität 🤣 … Ich habe kurz überlegt, ob es eine gute Idee ist diese Aufnahmen online zu stellen. Kurzerhand habe ich aber eine handvoll Songs digitalisiert und auf unseren mound YT-Kanal hochgeladen.

Ich lass‘ das jetzt mal kommentarlos stehen.

Links und Zeugs

Museum of Endangered Sounds // A Grand Unified Theory of Buying Stuff // You need to heat the extremely rare Recording! // The Light Phone // The Line 6 DL4 is quietly the most important Guitar Pedal of the last 20 Years // Drive & Listen // Paperblogging Blog // Really Bad Portraits // The Photography of Roger Deakins // Beautiful Ballpoint Pen Illustrations // The Science of small Changes ///

The Bento Noise Box Software Demo // Die Helvetica Dokumentation ist jetzt 15 und daher kann man sie bis Ende des Monats // A Demonstration of the first Version of Adobe Illustrator 1987 // Telephone Rhythm Machine ///

Beim Durchstöbern meiner mp3-Sammlung habe ich gestern mal wieder die (International) Noise Conspiracy gehört. Die habe ich tatsächlich locker seit 10 Jahren nicht mehr aufgelegt. Dennis Lyxzen – Mastermind von Refused – hat nach deren Auflösung diese Band gegründet. Der Sound ging mehr in Richtung 60er Garage Rock’n’Soul.

Anfang der 2000er gab es ja gerade so einen Hype um diesen Sound und es schossen haufenweise Bands aus dem Boden (The Hives, White Stripes, Black Keys, …). Ich fand die Noise Conspiracy immer am besten.

Nach 8 Jahren und 4 Longplayern war dann Schluss. Am Ende waren sie sogar auf dem American Recordings Label und Rick Rubin hat zwei Platten produziert. Lyxzen gründete danach im Jahr 2008 zusammen mit einem anderen Ex-Refused Mitglied die Hardcore Truppe AC4.