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Wir brauchen mehr Reverb: Valhalla und TAL updaten ihre kostenlosen Hall Effekte…

Man bekommt mittlerweile soviel für kein Geld. Valhalla DSP ist bekannt für die fantastischen und günstigen Reverb Plugins und mit Supermassive hat die kleine Softwareschmiede im Frühjahr 2020 einen kostenlosen Hall-Effekt veröffentlicht. Jetzt kommt ein Update und wir sind damit bei der Version 2.5 angekommen.

Supermassive 2.5

Zum 2,5 jährigen Jubiläum bekommt der Reverb zwei neue Modi: Scorpio und Libra. Der Scorpio Modus ist ähnlich dem Gemini Modus und eher ein konventioneller Reverb. Der Libra Modus ist ein Delay, den man aber auch in einen Reverb umwandeln kann – je nach Einstellung. Wie man sieht, bleibt Supermassive verwandlungsfähig.

Auch TAL bringt ein Update ihres kostenlosen Hall Effekts. Der TAL-Reverb 4 ist ein Vintage Plate Reverb mit klarem 80er Jahre Feeling. Der Reverb Algorithmus wurde verbessert, eine Damping Funktion hinzugefügt, außerdem wurde eine LoFi-Bitcrusher Funktion dazu gebaut und das Plugin hat ein neues GUI bekommen.

Was für eine Woche! Gleich zwei der besten kostenlosen Reverbs haben ein Update bekommen … als hätten sich die beiden Entwickler abgesprochen. Wie dem auch sei. Die Downloads sind völlig problemlos und warum sollte man da nicht zugreifen?

VST Plugin: Clone von Thenatan ist ein vielseitiges LoFi-Plugin…

Thenatan – bekannt für deren Tape Piano 2 – hat gerade Black Friday Sale. Derzeit gibt es irgendwie alle Plugins für jeweils 9.99 $ – auch die Clone Speaker Simulation. Aber wenn man an der Kasse den Code: BFFREE eingibt, gibt es dieses Plugin für kurze Zeit kostenlos!

Eigentlich ist Clone als Mixing Tool gedacht. Es gibt verschiedene Szenarien und Gadgets, die mithilfe von Impulse Responses emuliert werden und man kann seinen Mix für diese Szenarien dann gegen checken. Aber ich finde dieses Tool viel mehr als LoFi-Plugin geeignet und es erinnert mich ein wenig an den Audiomatic Retro Transformer im Reason Rack.

Zusätzlich zu den verschiedenen Szenarien kann man noch ein paar typische LoFi-Effekte dazumischen: Drive, Bitcrusher, Color. Außerdem kann man ein Alter (Age) vorgeben (von 1930 bis 2000) und es gibt auch noch verschiedene Noiseformen, die man einstellen kann.

Man kann dann noch die Stereoweite verändern und natürlich den Mix-Anteil des Effekts anpassen. Diese ganzen Einstellmöglichkeiten machen Clone zu einem perfekten LoFi-Tool. Wie gesagt, das Teil ist derzeit kostenlos und kostet normalerweise knapp 80,- $ … also schnell zugreifen. Aber so langsam reicht es auch mit LoFi-Plugins … laßt euch mal wieder etwas Neues einfallen … 😉

https://www.youtube.com/watch?v=uz-alZBcbp4

Updates der Woche – KW 46/2022

Diese Woche war recht turbulent und hier im Blog ist nicht allzu viel passiert. Ich habe mir einen kleinen Plan für meine Audio-Programmier-Reise aufgeschrieben, Bücher besorgt und Video Tutorials in die Lesezeichen gepackt. Ab nächste Woche will ich regelmäßig dafür lernen.

Linksammlung

The Creative Legacy of GIFs // Unselfing Social // Why is Time Management important? // Ist bestimmt kein Spaß, aber es geht: Quake auf der Apple Watch // Der wahre Grund, warum Elon Musk Twitter gekauft hat // Wie man Manjaro Linux für die Audio Produktion einrichtet // Der Raumklang einer Höhle ///

Neue kostenlose Plugins und Audio Tools

Tukan Studios hat drei neue Plugins für seine JSFX Sammlung veröffentlicht // Air | Music Edition platziert Instrumente im Stereo-Bild // Comper ist ein neuer Kompressor von Analog Obsession // Poly Ensemble CS emuliert den guten alten Korg PE-2000 // Le Phonk ist ein neues Distortion Plugin von Xynth // Oi Grandad ist ein granularer Synth für Linux, Mac, Win // … und Emergence ist ein granularer Effekt … // Reaper 6.69 Update ///

Ihr müsst viel mehr Guided By Voices hören … ernsthaft:

VST Plugin: Experiverb – Ein Reverb, der auf experimentellen Formen basiert…

Reverb ist wichtig. Reverb schafft Raum. Experiverb ist ein Plugin von Audiomodern, dass bis zum 4. Dezember kostenlos ist. Danach kostet das Plugin zwar immer noch nichts, aber das Teil wird es dann nicht mehr geben … angeblich. Also, wer diesen Raumeffekt für lau haben will, sollte ihn bis dahin herunterladen, denn Disketten tauschen auf dem Schulhof macht ja auch leiner mehr…

Quelle: audiomodern.com

Den Sound kann man mithilfe der seltsamen Formen und Muster in der Mitte des Plugins verändern. Das sieht zwar alles ganz nett und mysteriös aus, ist aber auch nur ein algorithmischer Reverb. Klingt aber ok und kostet nichts und gibt’s für Mac und Windows … also downloaden.

https://www.youtube.com/watch?v=sWxOgrJ5FN0

Eine mögliche Roadmap für Audio-Programmierer

Also, im Grunde wird das hier mein Fahrplan. Ich habe mir gestern Abend nochmal ein paar Notizen gemacht und einige Sachen durchgelesen und habe mir dann stichpunktartig eine mögliche Roadmap aufgeschrieben. Diese will ich an dieser Stelle mal darstellen …

Eine Sache ist klar: Das wird kein Sprint … eher ein zäher Marathon durch unwegsames Gelände. Ich habe zwar damals im Studium schon programmiert und mir auch ein gutes Grundlagenwissen in Mathematik angeeignet, aber das ist schon ein paar Jahre her. Außerdem wird das hier ein ambitioniertes Freizeitprojekt, für das ich mir Zeit freischaufeln muss. Ich arbeite in einem Tagesjob, habe Familie und und und … das Übliche.

VST Plugin: Vaporwave Dimension bringt Farbe in jeden Track…

Wie gesagt, LoFi Plugins, nä? Ziemlich hip gerade. Vaporwave Dimension ist ein Effekt, der ein wenig an vergangene Chorus– und Phaser-Töne erinnert. Normalerweise kostet das Plugin knapp 50,- €, aber im Moment gibt es die Software für lau.

Karanyi Sounds, die vor Kurzem erst mit dem Instrument LoFi Keys für Gesprächsstoff sorgten, haben hier ein Modulations-Plugin gebaut, dass denkbar einfach zu bedienen ist. Man stellt einfach den Modulationstyp ein und kann das Ganze dann noch etwas finetunen … fertig.

Es gibt 17 Presets und einen Random Button um zufällige Parameter einzustellen. Ich finde die Presets klingen ganz gut und freue mich über den kostenlosen Effekt. Da das Plugin ganz neu ist und es eh gerade auf Weihnachten zu geht, kann man das Teil derzeit kostenlos herunterladen … wie lange? Keine Ahnung, also schnell.

Wo fängt man an, wenn man sich ernsthaft für die Audio-Programmierung interessiert?

Diese Frage stelle ich mir seit einigen Wochen und sie ist nicht ganz leicht zu beantworten. Es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten, dass man schnell mal überfordert ist. Welche Programmiersprache lerne ich? Muss ich überhaupt eine lernen? Brauche ich Mathematik? Was ist DSP? Plugins? Betriebssysteme?

Auch wenn es mittlerweile viele Programmiersprachen gibt, mit denen man Instrumente oder Effekte entwickeln kann, hat sich C++ wohl als Standard etabliert – zumindest wenn man Software, wie DAWs oder Plugins, für verschiedene Betriebssysteme schreiben will. C++ ist eine schwere Sprache und es dauert lange bis man sie gut beherrscht. Aber für DSP Code benötigt man eventuell nicht alle Aspekte dieser Sprache.

VST Plugins: Die wundervollen Effekte von Chowdhury DSP …

Jatin Chowdhury ist ein DSP Ingenieur, ein Musiker, ein Student, Programmierer und ganz allgemein wohl ein recht cooler Typ … würd‘ ich ma‘ schätzen. Unter dem Namen Chowdhury DSP programmiert er Plugins für Musiker und gibt diese kostenlos weiter.

Chow Tape Model …

Er selbst sagt, dass er den Drang verspürt, innovative und qualitativ hochwertige Tools zu programmieren und diese dann möglichst vielen Musikern zugänglich zu machen. Das scheint ihm zu gelingen, denn seine Plugins kosten bisher nichts und sind auf jeden Fall immer für Linux, MacOS und Windows verfügbar … manchmal auch für iOS.

Plug Data: Pure Data Patches als Plugin in der DAW?

Ok, als ich gestern etwas zu RNBO und Max geschrieben habe, bin ich kurze Zeit später wirklich zufällig über dieses Projekt gestolpert: Plug Data!

Plug Data in Action…

Das ist etwas, dass ich mir schon lange gewünscht habe und auch wenn das Projekt noch nicht ganz fertig ist, sieht das Plugin schon echt vielversprechend aus. Ok, falls jemand Pure Data kennt, dann kennt er vielleicht auch schon Plug Data, oder er hat diesen Blog soeben verlassen und installiert gerade jetzt das Plugin. Falls jemand Pure Data nicht kennt, hier eine ganz kurze Einführung:

RNBO: Eine Bibliothek für Max, mit deren Hilfe man aus einem Patch ein VST Plugin erzeugen könnte…

Das klingt eigentlich fast zu schön um war zu sein. Ich kann nun mithilfe von RNBO (ausgesprochen: Rainbow) ein Patch in Max erstellen und diesen dann als VST Plugin exportieren!

Und das ist noch nicht alles. Man kann nicht nur VST Plugins erzeugen, sondern auch C++ Code, den man dann in VCV Rack für eigene Module nutzen könnte. Außerdem kann ich Code für den Raspberry Pi erzeugen und mir so ein kleinen Guitar-Pedal bauen … oder ich exportiere mein eigenes Max-Objekt und teile es mit der Community.

Unter’m Strich kann ich jetzt also meine Max-Patches exportieren und in anderen Umgebungen nutzen. Der Vorteil? Max ist auf jeden Fall intuitiver, als reiner C++ Code. Ich kann mein Patch jederzeit in Echtzeit testen. Ich hätte quasi alle Vorteile einer grafischen Umgebung zum „Programmieren“ bzw. Patchen.

Ich würde das schon gerne mal ausprobieren. Man benötigt dazu natürlich Max und RNBO. Eine Max Lizenz kostet mal eben 320,- € (derzeit, ansonsten knapp 400,- €) und die RNBO Lizenz kostet auch 300,- €. Das wird ein teurer Spaß. Es gibt allerdings auch ein Subscription Modell, wo jede Lizenz jeweils 10,- € im Monat kostet. Das wären dann 20,- € im Monat!

Ein wenig Einarbeiten müsste man sich natürlich auch noch. Das ist nun die Frage: Viel Geld ausgeben und vielleicht ein bisschen einfacher zum Ziel kommen oder gar kein Geld ausgeben und gleich C++ und JUCE bzw. VCV Rack lernen? Ich glaube ich versuche erstmal den günstigeren Weg. 😉

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