100 Days Of Code …

Ich habe zuletzt so richtig aktiv und auch professionell mit HTML, CSS und PHP vor ungefähr 11 Jahren Webseiten gebaut. Seit dieser Zeit habe ich hier und da ein wenig in Java und C++ programmiert und angefangen, mich mit der Audio Programmierung in C++ und JUCE zu beschäftigen …

Vor ein paar Monaten habe ich mir dann mal wieder ein paar Videos zur aktuellen Web Entwicklung angesehen, speziell zur Frontend Entwicklung, wie dies‚ hier, dieses oder jenes. Und der Funke ist wieder übergesprungen. Ich hatte damals wirklich Spaß an der Web Entwicklung, bis ein paar andere Sachen dazwischen kamen.

Letzten Monat habe ich mir das großartige Buch Learning Web Design von Jennifer Niederst Robbins gekauft und abends immer mal wieder etwas darin gelesen. Vor einer Woche dann habe ich angefangen das Buch ernsthaft durchzuarbeiten … also nochmal bei den Grundlagen komplett anzufangen, alle Übungen darin zu machen und wieder fit zu werden in HTML und CSS. Zusätzlich will ich jetzt auch endlich JavaScript so richtig lernen.

Aus diesem Grund habe ich mich für die Teilnahme an der #100DaysOfCode Challenge entschieden. Dies war vor ein paar Jahren eine Idee von Alexander Kallaway, mit der er sich selbst motivieren wollte, mit seiner Programmierung weiter voranzukommen.

Die Idee dahinter ist denkbar einfach. Man verpflichtet sich für 100 Tage jeden Tag eine Stunde zu programmieren bzw. dafür zu lernen und postet jeden Tag seinen Fortschritt auf Twitter mit dem Hashtag #100DaysOfCode. Anstatt den ganzen Abend auf der Couch mit Netflix zu verbringen, investiert man mindestens eine Stunde täglich in etwas, dass einem Spaß macht und vielleicht auch etwas weiter bringt.

Das oben genannte Buch behandelt die Grundlagen von HTML, CSS und JavaScript und hat einen Umfang von ca. 750 Seiten. Wenn ich das wirklich intensiv durcharbeiten will und dafür jeden Tag eine Stunde aufbringe, dann kommt das mit den 100 Tagen eventuell ganz gut hin (ich bin nicht mehr so aufnahmefähig, wie vor 15 Jahren). 😉

Warum will ich das tun? Ich habe derzeit keine großartigen Ziele damit. Ich würde nur gerne wieder fit werden in der Materie. Zum einen für ein paar eigene, spaßige Ideen im Netz und zum anderen kann man nie wissen, was sich daraus ergeben kann…

UPDATE: Nach drei Wochen HTML und CSS code ich jetzt erstmal in KSP. Das ist die Scriptsprache für den Kontakt Sampler. Damit kann man seine gesampleten Instrumente in Kontakt mit eigener GUI versehen, und noch andere erweiterte Funktionalitäten einbauen…

Warum man echt in Erwägung ziehen sollte, das Programmieren zu lernen … aber warum dann ausgerechnet in C++?

C++ ist eine ziemlich mächtige Programmiersprache, trotz ihres Alters. C++ wurde in den 80er Jahren entwickelt, als Nachfolger von C, welche in den 70ern zusammen mit dem Unix Betriebssystem entwickelt wurde.

Mittlerweile wird alles digitalisiert und das wird sich vorerst auch nicht ändern. Ob das alles gut ist oder nicht, soll hier jetzt gar nicht mal das Thema sein. Ich wollte nur kurz festhalten, dass man mit guten Fähigkeiten in einer Programmiersprache, auch gute Möglichkeiten hat, damit sein Geld zu verdienen.

Viel interessanter finde ich die Tatsache, dass man seine eigenen Ideen in Programme umsetzen kann. Und man kann alles genau so machen, wie man will. Aus einer Idee wird die eigene Software. Romantische Vorstellung, die allerdings nicht ganz so einfach umzusetzen ist. Das Programmieren zu Erlernen ist keine einfache Übung. Sie benötigt viel Arbeit und Zeit.

Die Programmierung ist eine der wenigen Tätigkeiten, die technisches Verständnis und Kreativität kombiniert. Man muss Probleme verstehen und diese dann lösen.

C++ ist nicht die einfachste Programmiersprache. Es gibt viele komplizierte Konzepte zu verstehen. Aber C++ ist effizient, schnell und nahezu alle großen Anwendungen und auch Spiele werde auch heute noch (und sicherlich auch zukünftig) in dieser Sprache geschrieben. Auch Betriebssysteme wie Windows, macOS oder Linux sind in C und C++ programmiert.

C++ ist schnell. Die Sprache zählt sogar nach über 35 Jahren noch zu den effizientesten und schnellsten Low-Level Programmiersprachen. Wenn es also auf Performance ankommt – z.B. in Audio DSP Anwendungen – dann ist C++ die erste Wahl.

Also, Programmieren ist sicherlich nicht etwas für jedermann. Einen Versuch ist es aber allemal wert. Man benötigt einen einfachen Computer, einen Texteditor und einen C++ Compiler. Falls man eine Linux Distribution installiert, hat man dies alles sofort parat. Empfehlenswert ist ein gutes Lehrbuch, etwas Ruhe beim Lernen und permanentes Am-Ball-Bleiben …

Und wenn man sich dann schon aufraffen kann, eine Programmiersprache zu lernen, dann doch gleich eine vernünftige, wie C++ 😉