It Takes Two – Kein anderes Videospiel hat mir in den letzten Jahren so viel Spaß gemacht …

Ein Action-Adventure aus dem schwedischen Hause Hazelight mit einer wunderbaren Story und einem Gameplay, dass viele Stile vereint. Die einzelnen „Welten“ der Geschichte sind so liebevoll gestaltet, dass man immer gespannt bleibt, was wohl als nächstes passiert.

I Takes Two ist ein Co-Op Spiel, d.h. man spielt es zu zweit. Und dieses Spiel funktioniert auch nur zu zweit, denn man kann nur zusammen die Rätsel und Aufgaben der Geschichte bewältigen.

Die Geschichte handelt von Rosie, der Tochter von May und Cody. Diese beiden streiten sich nur noch und haben beschlossen, sich scheiden zu lassen. Natürlich ist Rosie traurig darüber und versucht mithilfe eines Selbsthilfe-Buches von Dr Harkin, diese Ehe zu kitten. Aber das Buch kann mehr als gewöhnliche Bücher. Durch einen Zauber werden die beiden Elternteile zu kleinen selbstgebastelten Puppen, die Rosie nun mit ihren Tränen zum Leben erweckt.

May und Cody müssen jetzt versuchen sich bis in Rosie’s Zimmer durchzuschlagen und sie dazu überreden, beide wieder zurück zu verwandeln. Zwischendurch taucht immer wieder das mittlerweile ebenfalls „lebendig“ gewordene Buch auf und gibt Hinweise zum Spiel. Ihre Reise beginnt im Gartenschuppen der Familie, wo man sich gegen einen alten Staubsauger und eine wütende Werkzeugkiste behaupten muss.

Nach vielen abwechslungsreichen Hüpf-, Rätsel und Kampfpassagen schafft man es endlich aus der Hütte auf den daneben liegenden Baum. Von hier aus hofft man irgendwie zu dem offenen Fenster von Rosie’s Zimmer zu gelangen. Allerdings hat man die Rechnung ohne die militanten Eichhörnchen und einem Schwarm angriffslustiger Wespen gemacht.

Ich will jetzt aber gar nicht die komplette Geschichte erzählen. Ich habe das Spiel diese Woche mit meinem Sohn auf der PS4 zu Ende gespielt und wir waren beide wirklich begeistert. Die verschiedenen Abschnitte des Spiels sind so liebevoll dargestellt, die Dialoge der Charaktere sind super (leider nur mit deutschem Untertitel, die Sprachausgabe gab es nur in englisch) und spielerisch bekommt man alle möglichen Genres um die Ohren gehauen.

Man muss Geschicklichkeit in Jump’n’Run Passagen beweisen (2D und 3D), man muss fliegen, mit einem Boot fahren, ballern, ausweichen und in RPG-Manier kämpfen … und all das immer zu zweit und meistens hilft man sich gegenseitig. Aber dieses Spiel verdient wirklich die Bezeichnung Co-Op-Adventure. Ich habe vorher noch kein anderes Videospiel gespielt, welches diesen Aspekt so gut umgesetzt hat.

Lustigerweise sind im kompletten Spiel 25 Minispiele versteckt, die man auf den Weg durch die einzelnen „Welten“ entdecken kann. Dort kann man dann in einfacher Manier gegeneinander antreten. Entweder beim Tauziehen, Volleyball, Schießduell, Laser Tennis, (echtem) Schach oder Pferderennen. Alle diese Spiele kann man dann im Hauptmenü immer wieder aufrufen, wenn man sie denn entdeckt hat. Nach dem Durchspielen der Story hatten wir gerade mal 10 Minispiele gefunden.

Es gibt 6 verschiedene „Welten“ oder Szenarien, in denen die Handlung stattfindet. Ich fand, dass jede neue „Welt“ nochmal besser war, als die jeweils davor. Ein Teil der Handlung spielt beispielsweise in einer Schneekugel, die im Flur des Hauses steht und allein die Städte und die Landschaft sind so herrlich dargestellt, dass man gar nicht mehr weiterreisen wollte…

Fazit

Wir haben für die PS4-Version im Online-Store 39,-€ bezahlt (die PS5-Version ist da dann gleich inbegriffen). Das ist nicht unbedingt billig, aber It Takes Two ist tatsächlich jeden Cent wert. Der Download war ca. 11GB groß und die Installation nahm dann gut 30GB Festplattenspeicher in Anspruch.

Das Spiel ist vielleicht nicht unbedingt jedermanns Sache, denn die Story ist sehr emotional und am Ende natürlich auch recht kitschig. Wer aber auf Disney Filme steht, Jump & Run Spiele und Adventure, der sollte ruhig mal einen Blick auf It Takes Two werfen…

Up To Date – Links und Krams KW 31/2021

Da das Wetter eher durchwachsen war diese Woche, habe ich die Zeit genutzt um mal wieder ein gutes altes Point-&-Click Adventure zu spielen. Geheimakte: Tunguska ist 2005 komplett an mir vorbei gegangen und glücklicherweise gibt es mittlerweile eine Version für die Nintendo Switch. Auch wenn die Steuerung mit dem Controller etwas ungewohnt war, haben die klassischen Rätsel tatsächlich Spaß gemacht. Insgesamt gibt es drei Teile der Geheimakte Serie und zumindest den zweiten Teil werde ich sicherlich noch spielen.

Musikalisch hat sich die letzten Tage das Debütalbum von Sufjan Stevens im CD-Player breit gemacht. Ein interessantes, durchwachsenes und abwechslungsreiches Album. Auch wenn Michigan immer noch mein absoluter Favorit ist, kann ich die Platte empfehlen.

Ansonsten habe ich mal schnell ein simples Glockenspiel aus Glas gesampled und im Proberaum haben wir diese Woche mal wieder zwei Instrumentaltracks für Undawn recorded.

Dieses Stockinsekt kann einem gerade schon etwas Leid tun // Found Sounds aus Sydney für Ableton Nutzer // Und noch mehr Samples von Matmos und dem Polish Radio Experimental Studio // Es gibt mittlerweile so viele Tools um ToDo-Listen zu erstellen, aber trotzdem bekommen wir es nicht wirklich hin … // Nischenwebseiten // Drum Synthesis in JavaScript // GLASYS nutzt ein Midi-Keyboard um Pixel Art zu erstellen // Da freue ich mich drauf … // und überhaupt kommen dieses Jahr noch ein paar interessante Adventures // Krümelmonster macht einen auf Pacman // Ein Museum mit wissenschaftlicher und musikalischer Technologie vergangener Tage // Fliegende CSS Toaster // Diese App erkennt Vögel am Gesang ///

Es macht Spaß ihm zuzugucken // Linux wird schöner und schöner // Die FX-Collection von Arturia kann sich hören lassen // Bitwig Studio 4 – die beste DAW? Äh ja! Ich schreibe gerade ein Review dazu und das wird eher subjektiv. Falls jemand noch eine Software zum Recorden oder für’s Sound Design sucht … das ist die Beste! 😉 // How To Find Silence in a noisy World … ///

Wenn man die Point & Click Adventures der 90er für das beste hält, was die Videospielewelt je zu bieten hatte, könnte man sich die ScummVM mal installieren.

Wenn mich jemand nach den drei besten Videospielen aller Zeiten fragt, dann antworte ich immer in dieser Reihenfolge:

  1. Maniac Mansion
  2. The Secret of Monkey Island
  3. Monkey Island 2: LeChuck’s Revenge

Als mir 1988 jemand auf dem Schulhof eine Raubkopie des LucasArts Adventures Maniac Mansion in die Hand drückte und ich später am Tag die schlabberigen Disketten in das Laufwerk meines Commodore-128D (natürlich im C64 Modus) schob, stand für die nächsten Stunden die Zeit still.

Dieses Adventure war damals für mich eine Offenbarung. Ich hatte vorher so etwas noch nie gespielt und wollte fortan nichts anderes mehr spielen. Später auf dem Amiga 500 von Commodore (Anfang der 90er) gab es dann die beiden großartigen Monkey Island Teile und von da an gehörte Ron Gilbert zu meinen Helden.

Maniac Mansion (Amiga)
Wenn man die Point & Click Adventures der 90er für das beste hält, was die Videospielewelt je zu bieten hatte, könnte man sich die ScummVM mal installieren. weiterlesen