Up To Date – Links und Krams KW 09/2022

Die ersten zwei Monate des Jahres sind rum. Das neue Jahr ist schon wieder alt. Alles ist wie immer. Der Lack ist ab. Musikalisch war hier nahezu die ganze Woche Tom Waits angesagt. Weil ich mein Plattenregal etwas umsortieren musste, hatte ich die Alben von Herrn Waits am Montagmorgen plötzlich in der Hand und dann sind die gleich auf dem Turntable gelandet.

Ich habe mir ungefähr 93/94 meine erste CD von Tom Waits bei meinem damaligen Plattenversand des Vertrauens bestellt. Zuvor hatte ich mal ganz kurz etwas von ihm auf MTV gehört und für gut befunden. Als die „Swordfishtrombones“ CD von 1983 dann ankam, war ich zunächst etwas irritiert. Musikalisch war das gerade irgendwie meine Umbruchphase von Punk/Hardcore mehr hin zu Indie- und Noiserock. Kurzum: Ich war mit der Musik von Waits anfangs etwas überfordert.

Trotzdem hat mich immer wieder etwas zu der Platte hingezogen und ich gab ihr immer mal wieder eine Chance und ein paar Wochen später habe ich mich dann an den kaputten Blues des Tom Waits gewöhnt und mich immer mehr in die Musik verliebt. Seitdem habe ich mir einige seiner Scheiben zugelegt. Die Bar-Room Balladen aus den 70ern, die großartig, kauzigen Alben der 80er und die neuesten Sachen aus den 2000ern.

Es ist schwer zu sagen, welches Album mir am besten gefällt. Ich finde auf allen Platten grandiose Songs. Die Piano-Songs aus den 70ern höre ich weniger … mal abgesehen von „Tom Traubert’s Blues“ …

… aber im Grunde gehört die 80er Trilogie „Swordfishtrombones„, „Rain Dogs“ und „Franks Wild Years“ zu meinen Lieblingsplatten. Dicht gefolgt von den 2000er Scheiben „Alice„, „Blood Money“ und „Real Gone„.

Was macht die Musik von Tom Waits so gut? Zunächst einmal erzählt er wunderbare Geschichten von Underdogs, Verlassenen und Glücksuchenden. Textlich gehört Herr Waits zu den ganz großen Geschichtenerzählern. Die Musik ist im Grunde breit gefächert. Es gibt Blues, Waltzer, Zirkuseinflüsse, Karibikflair und auch viel Lärm … alles vermischt mit einer außergewöhnlichen Instrumentierung, abgefahrenen Percussions und die unverwechselbare Stimme.

Gegen Ende der Woche wurden dann auch nochmal alle CDs der Jon Spencer Blues Explosion durchgehört … die Band gehörte in den 90ern zu den Größten für mich. Diese Woche wiederentdeckt.

2018 hat Jon Spencer ein Solo-Album rausgebracht. Ich kannte zwar die Alben mit Heavy Trash (Duo mit Matt Verta-Ray von Speedball Baby, welche ich auch mal wieder hören könnte!), wusste aber nicht, dass er 2018 eine Soloplatte aufgenommen hat…

Links und Zeugs

Spin Me Around: Why Vinyl is better than Digital // KIA – ja, der Autohersteller – hat ein Synthesizer Plugin veröffentlicht, kostenlos // Very abstract Pixel Art // MacOS 9 Theme für Linux // … und natürlich ein Win95 Theme für Linux // Long Distance Thinking // Why We are never satisfied // Why Life can’t be simpler // Pokitto: An Open Source Game Console for Makers and Learners // Worst Pizza ever // Aus deinem Geschriebenen wird Musik //

Music Trackers: A Brief History // Dieses Danzig / Donna Summer Mashup ist brilliant // The Hardest Sound to duplicate as Sound Effect // Black Cat sings the Blues // 1997 hat Jon Spencer ein australisches Fernsehstudio auseinander genommen:

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