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Der Computer ist ein Werkzeug und vielleicht sollte man ihn auch wieder dementsprechend benutzen…

Ich weiß noch wie ich meinen ersten Desktop PC vor 23 Jahren aufgebaut habe. Es war ein Midtower mit einen Intel Pentium 200Mhz Prozessor, 2GB Festplatte und 32MB RAM. Ein herrliches Gerät, dazu kam dann der 14″ Röhren-Monitor und es gab noch ein Diskettenlaufwerk! Ein paar Wochen später kam dann das 33kB/s schnelle Modem dazu, dass den Zugang zum Word Wide Web ermöglichte. Allein der Einwählvorgang des Modems dauerte locker 30 Sekunden und war eine Symphonie…

Von den ganzen Homecomputern davor will ich mal gar nicht anfangen, denn diese waren im Grunde tatsächlich nur Spielekonsolen (Atari XL, C64, Amiga 500).

Mitte der 90er hatte noch nicht jeder einen Computer zuhause. Und die, die einen Rechner auf dem Schreibtisch stehen hatten, nutzen ihn nicht jede Stunde. Manchmal standen sie sogar tagelang herum, ohne dass sie hochgefahren wurden.

Windows 95 nach dem ersten Booten (Quelle: Wikipedia)

Das Internet wurde nur benutzt, wenn man wirklich etwas Wichtiges suchen oder recherchieren musste, oder wenn man mal wieder seine Emails abrufen wollte. Damals wurde die Internetnutzung noch in Minuten abgerechnet! Eine schnelle Flatrate wie sie heute völlig normal ist, kam erst ein paar Jahre später.

Der Computer war damals wie heute ein Werkzeug für die Arbeit und für den Zeitvertreib, allerdings war er nicht die wichtigste und beste Möglichkeit einen Brief zu schreiben oder seine Zeit totzuschlagen. Der Computer war ein Begleiter des normalen Lebens, und nicht der Filter durch den heute jede Idee oder Aktivität laufen muss (Twitter, Facebook, Instagram, …).

Damals ist man an seinen Schreibtisch gegangen, hat den Computer hochgefahren (in der Zeit konnte man sich auch noch einen Kaffee machen) und hat sich ins Internet eingewählt. Heute werden all diese Schritte durch einen Griff in die Hosentasche ersetzt oder man liegt mit einem Tablet oder Laptop auf dem Sofa. Außerdem mussten die Geräte geteilt werden, denn meistens stand nur ein Computer in einem Haushalt.

In den meisten Fällen wurde man bei der Arbeit auch gar nicht abgelenkt, denn die damaligen Computer boten noch nicht allzu Ablenkungen. Wie gesagt, das Internet war nicht ständig an und auch viel zu langsam und außerdem konnte die alten Kisten noch nicht unbedingt so viele Anwendungen gleichzeitig ausführen. Die Rechner waren noch langsam. Man musste etwas warten, bis eine Anwendung gestartet wurde und es dauerte noch einen Augenblick bis eine Datei gesichert wurde (und man konnte es auch hören).

Ganz ehrlich? … Ich vermisse die langsamen Zeiten.

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