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Wie Linux meinem MacBook das leben rettete…

Acht Jahre ist der Apple Rechner nun alt. Jedes Teil ist noch original und wenn man mal von der Laufzeit des Akkus absieht, läuft alles noch optimal. Das Betriebssystem war schon etwas älter … es müsste die Version 10.12 (Sierra) gewesen sein. Ein Update wäre eigentlich überfällig, aber ich hatte Angst, dass ein neues Betriebssystem die Hardware zu sehr ausbremst. Wie gesagt, es ist ein MacBook Pro von Ende 2012!

Allerdings konnte ich einige Apps nicht mehr installieren, weil mein OS mittlerweile schlichtweg zu alt war. Irgendwann habe ich dann nachgegeben und ein Update auf die aktuellste Version gemacht. Der Auslöser war die neueste Version von Logic Pro, die ich für meinen Tropone Blog unbedingt testen wollte.

Das war ein Fehler. Der Rechner wurde dermaßen langsam, dass er nahezu unbrauchbar war. Tja, ich hatte es geahnt. Ich habe danach einiges gelesen, wie man eine ältere Version des Systems wieder herstellen könne, aber das war recht kompliziert und dann hätte ich ja wieder das Problem mit aktueller Software gehabt. Apple hatte sein Ziel erreicht: Ich brauchte aktuellere Hardware.

Aber ich war nicht nochmal gewillt Unmengen für ein aktuelles MacBook auszugeben und so entschied ich mich für ein HP Notebook. Dieses nutze ich nun für ’s Recording mit mound sowie Bild- und Videobearbeitung.

Aber das MacBook war zu schade für den Friedhof. Intel Core i5 Prozessor, 16GB Arbeitsspeicher. Damit kann man eigentlich schon noch arbeiten, zumindest Programmieren und Schreiben und für die Bildbearbeitung ist er auch noch tauglich. Kann man eine Linux Distribution auf einem betagten MacBook installieren? Man kann…

ElementaryOS 5.1 …

Ich versuchte zunächst das aktuelle ElementaryOS vom USB-Stick aus. Ich mag ElementaryOS, weil der Desktop an MacOS erinnert, aufgeräumt und einfach gut ist. Im Grunde ist es aber egal, welche Linux Distribution man intalliert. Mit ein wenig Arbeit und wenn man sich gut genug auskennt, kann man das System immer so anpassen, wie man möchte.

Ich habe dann aber doch zunächst Manjaro Linux installiert, weil hier auf Anhieb der Treiber für die interne WiFi Hardware des MacBooks funktionierte. 😉 Allerdings hatte ich da Probleme mit meiner Lieblings-DAW Bitwig Studio. Diese gibt es nur als Debian Package. Manjaro ist eine auf Arch-Linux basierende DAW, die Debian Packages nicht unterstützt. Eine Umwandlung in ein Arch-Package funktionierte leider nicht.

Also entschied ich mich für eine Ubuntu basierende Distribution und landete schließlich wieder bei der wunderschönen Oberfläche des ElementaryOS. Und weil man hier während der Installation schon proprietäre Treiber auswählen konnte, funktionierte die komplette Hardware des MacBook – einschließlich des Wifi-Adapters – auf Anhieb.

Was soll ich sagen? Ich nutze das System nun seit einer Woche. Der Akku des acht Jahre alten Laptops hält noch ungefähr zwei Stunden und er läuft ansonsten wie geschmiert. Also, danke Linux, dass Du meinen alten Rechner vor dem Friedhof bewahrt hat…

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