Ich habe ja schon des öfteren 30-Tage Experimente zu allen möglichen Themen veranstaltet: Ernährung, Internet-Nutzung, Smartphone, … Dieses Jahr möchte ich wirklich mal 90 Tage alle mir wichtigen Dinge durchziehen. 90 Tage, weil ich glaube dass man nach drei Monaten eine Angewohnheit wirklich verinnerlicht hat und ich nach 30 Tagen meistens irgendwann wieder alles schleifen lasse. Normalerweise sollte man keine mehreren schlechten Angewohnheiten auf einmal bekämpfen, aber ich mache es trotzdem. Ich fühle mich gerade danach.

Folgende Dinge werde ich ab nächster Woche (10.02.2020) in Angriff nehmen:

Einfache, gesunde Ernährung (kein Zucker, kein Fast Food, kein Fleisch)

D.h. ich werde nichts mehr zu mir nehmen, dass Zucker enthält, Fleisch enthält oder verpackt ist und eine dubiose Zutatenliste aufweist. Im Klartext heißt das:

  • Zum Frühstück: Obst
  • Zum Mittag: Kombination aus Kartoffeln, Reis, Avocado, Eier und Gemüse. Einmal die Woche Fisch.
  • Zum Abendbrot: gemischter Salat oder grüner Smoothie

Kein Surfen im Internet

Das wird nicht leicht, aber notwendig. In letzter Zeit verschwende ich zu viel Zeit in der Matrix. Ich rede mich immer selbst ein, dass es zur Recherche für den Blog ist oder ich etwas Bestimmtes lernen will. Das ist aber Quatsch.

Glücklicherweise habe ich Social Media schon vor mehr als einem Jahr den Rücken gekehrt. Ich habe zwar noch Konten bei Twitter und Instagram, aber die benutze ich wirklich nur sporadisch. Youtube verwende ich eigentlich nur um Musik meiner Band zu veröffentlichen oder Videos für meinen Musikblog tropone.de hochzuladen.

Mehr Musik und mehr Schreiben

Ich will die Zeit nach meinem Tagesjob einfach besser nutzen und nicht mehr sinnlos im Browser oder vor dem TV verplempern. Konkret heißt das, dass ich jeden Tag mindestens 1 Stunde Musik machen will – wie auch immer das aussehen wird – und mindestens 1 Stunde für einen meiner Blogs etwas schreiben will.

Warum legt man sich selbst solche Challenges auf?

Immer wenn ich wieder mal etwas an meiner Ernährung oder irgendwelchen anderen „schlechten“ Angewohnheiten ändern will und ich mir für einige Wochen etwas „verbiete“, bekommt man schonmal Fragen zu hören, wie „wieso tust Du das? Man will doch auch noch etwas leben?“ oder „Sei nicht immer so hart zu Dir selbst“ …

Man hört und liest immer wieder etwas über „Balance“ und dass man diese halten sollte. Aber welche Balance? Das Gleichgewicht der schlechten und guten Angewohnheiten?

Ich denke schon, dass man seine Lebensqualität schlichtweg verbessern kann, wenn man sich an klar definierte Regeln hält. Und wenn diese Regeln nicht klar definiert sind fällt man schnell in so einen Wischiwaschi-Zustand zurück.

Meiner Meinung nach sind Regeln, die ich mir selbst auferlege keine Einschränkungen, die mein Leben weniger lebenswert machen. Ganz im Gegenteil. Sie vereinfachen das Leben und bieten klare Wegweiser. Ich eliminiere damit endlose Entscheidungen, die ich den Tag über zu treffen habe. Ich muss nicht jedesmal innehalten und mit mir hadern, ob jetzt doch noch ein Stück Torte esse und ob ich mir heute Abend nicht mal wieder einen Burger von der Fastfood Kette gönne.

Seltsamerweise glauben wir immer, dass wir über mehr Freiheit verfügen, wenn wir uns einige Optionen offen lassen. Aber eine breite Auswahl an Optionen, heißt auch eine breite Auswahl an möglichen Verhaltensweisen. Persönliche Regeln eliminieren einfach diese schlechten und mittelmäßigen Verhaltensweisen.