Sonntagmittag, Sonne bei knapp 30 Grad Celsius … perfektes Flohmarktwetter. Heutzutage gibt es immer mehr Flohmärkte in dieser Region. Fast jeden Sonntag kann man zu irgendeinem fahren, ohne dabei eine Weltreise unternehmen zu müssen. Heute waren gleich zwei in unserer Nähe und wir haben beide besucht.

Vielleicht zeigt es ein wenig den Überkonsum, der sicherlich von Jahr zu Jahr zunimmt. Besonders schön zu beobachten bei den vielen Ständen mit Kinderspielzeug. Man hat einfach zu viel Geld für den ganzen Krempel ausgegeben, um ihn nun ohne Weiteres auf den Müll zu werfen. Man wird ganz sicher nicht das ausgegebene Geld wieder einnehmen, aber man kann sicherlich noch jemand anderen damit glücklich machen.

Ich selber habe noch nie etwas auf einem Flohmarkt verkauft, ich bin eher der Jäger. Meistens ist Vinyl das Objekt meiner Begierde. Aber ich schaue auch nach alten Kameras oder sonstige interessante Dinge. Auch nur das Schlendern durch die dichtgepackten Gassen macht mir Freude.

Heute bin ich über mehrere alte Schreibmaschinen gestolpert, die sich gut auf dem Regal hier im Esszimmer machen würde. Wenn sie denn noch funktionieren würde, könnte ich meinen Kindern mal zeigen, wie früher geschrieben wurde … vor dem Laptop und dem Drucker.

Während ein Modell umgebaut wurde auf Schreibschrift (?) und vergoldetet Metallteile aufwies und daher auch 350,- Euro kosten sollte, konnte ich einen anderen Händler dazu überreden, mir seine gut erhaltene Olympia „Monica“ für 25,- Euro mitzugeben.

Ein kurzer Test zuhause bestätigte den recht guten Zustand, nur das Farbband muss mal erneuert werden.

Mein Sohn hat auch jedes Mal seine Freude an den Flohmarktbesuchen, da er ein großer Fan der lustigen Taschenbücher von Disney ist. Während die neuesten Ausgaben ihm jedesmal das ganze Monatstaschengeld rauben, freut er sich, wenn er auf dem Flohmarkt für das gleiche Geld sechs alte Ausgaben bekommt.

Diesen Sonntag war leider kein gutes Vinyl zu finden. Es waren auch keine Plattenhändler vor Ort. Die üblichen Kartons mit Schlagern und vielfach auch Volksmusikkrams aus den 70ern und 80ern enthielten leider keine versteckten Schätzchen, die sich in meinem Plattenregal wohlgefühlt hätten.

Am meisten Spass hatte ich bei einem Händler mit alten Videospielkonsolen und diversen Modulen dazu. Leider wusste der gute Mann, dass das Zeugs gerade wieder hip ist und wollte dementsprechend gutes Geld für seine Klassiker. Da war leider kein Schnäppchen zu machen.