Mit Mitte vierzig merkt man dann schon irgendwann, dass ungesundes Essen und wenig Bewegung sich in mehreren Formen bemerkbar machen – schlechte Laune, Unfitness, Müdigkeit, Unmotivation … Da ist es sicher eine gute Idee, die eine oder andere Angewohnheit abzulegen und nach Möglichkeit in eine bessere umzuwandeln.

Ich persönlich habe schon einige Angewohnheiten, die mich schon länger stören. Zu zuckerlastige Ernährung, Bewegungsarmut, Internet, impulsive, kurzzeitige Begeisterung für neue Hobbies. Es ist sicherlich eine gute Idee, die ein oder andere Angewohnheit abzulegen oder einzutauschen. Nummer Eins auf meiner Liste ist ohne Frage die Ernährung. Ich würde gerne komplett auf zusätzlichen Zucker (auch Süßstoff, Honig, was auch immer nicht wirklich in ein Lebensmittel hineingehört) verzichten und mich auf zwei Mahlzeit pro Tag beschränken, also eine Art Intervallfasten zu machen.

Natürlich machen temporäre Diäten keinen Sinn und daher sollte es schon Ziel sein, diese Angewohnheit für immer zu verinnerlichen. Aber ich will zunächst als Experiment für drei Wochen beginnen. Falls das gut klappt und meine Willenskraft die 21 Tage gut meistert, wäre es sicherlich eine angebrachte Ernährung für Zukunft.

Zur Zeit läuft gerade das Experiment des Smartphone-Entzugs, welches Ende dieser Woche ausläuft und bisher recht gut verlief. Da ich in den letzten Jahren ein ziemlicher Smartphone Junkie geworden bin, möchte ich das Teil gerne in der Schublade lassen. Eine Einschränkung habe ich schon öfters versucht … ohne Erfolg. Ein temporärer Verzicht macht in meinen Augen auch keinen Sinn. Denn nach ein paar Tagen oder Wochen wäre wieder alles beim Alten.

An für sich ist das Smartphone eine fantastische Erfindung: Bilder machen und sofort um die ganze Welt schicken, ein riesiges Lexikon immer griffbereit, Navigationsgerät, alle Videotutorials sofort abrufbar, Taschenrechner, Übersetzer … ein Schweizer Armeemesser der Technologie.

Trotzdem überwiegen die negative Aspekte: Ablenkung, Zeitraub, man kann einfach nicht eben kurz etwas nachschlagen und dann das Teil weglegen. Man landet immer noch schnell in irgendeiner Social-Media App oder bei YouTube oder bi WhatsApp oder sonstwo. Das Ding macht einfach süchtig und es ist leider das perfekte Spielzeug in jeder Situation, in der man sich langweilen könnte.

Ich will hier auch gar nicht neueste Untersuchungen zu den Gefahren des Internets oder des Smartphones zitieren. Ich habe für mich persönlich festgestellt, dass solch ein grenzenloses Spielzeug in meiner Hosentasche mir nicht gut tut. Daher würde ich gern darauf verzichten. Die Frage ist nur, ob ich wirklich auf die Möglichkeit unterwegs schnell einen Anruf tätigen zu können oder erreichbar zu sein (auch wenn es nur telefonisch ist), verzichten kann … zumindest für die Familie. Nach knapp drei Wochen scheint es fast so. Ich würde es schon gut finden, wenn ich den Vertrag komplett kündigen kann und das Teil komplett entsorgen könnte.