Vor ungefähr fünf Jahren fand ich wohl, dass spiegellose Systemkameras total cool sind. Zu der Zeit waren die auch total angesagt. Und da ich sowieso auf alte Filmkameras stand (zu der Zeit besaß und nutzte ich eine Olympus OM-1), kam mir das Retrodesign der Fujifilm gerade recht.

… muss wohl mal wieder Staub wischen…

Beim Bening in Bremerhaven gab es dann das Paket der XM-1 in schwarz/silber mit 16-50mm Kit-Objektiv und 50-230mm als zusätzliches Zoom-Objektiv. Das ganze Paket für knapp 400 Euros, wenn ich mich recht erinnere. Gekauft. Ausgepackt, fotografiert und nach 15 Minuten gemerkt, dass mir der Sucher fehlt 😀

Vor ein paar Wochen habe ich beschlossen, dass ich wieder viel mehr fotografieren will, das habe ich irgendwie richtig vermisst, immer eine Kamera dabei zu haben und abends meine Aufnahmen mit Lightroom zu bearbeiten. Allerdings vermisse ich nach fünf Jahren noch immer einen Sucher und deshalb habe ich mir vor ein paar Tagen eine gebrauchte Canon EOS 550D bestellt. Dieses Modell besaß ich vor ein paar Jahren schonmal und habe sie irgendwie kaputt gemacht damals.

Naja, noch ist die 550D nicht angekommen und ich bin derzeit noch mit der XM-1 unterwegs. Mit der Qualität der Bilder bin ich an sich zufrieden, aber ein Sucher muss unbedingt sein. Außerdem ist mir die Verarbeitung der Kamera echt zu fragil. Immer wenn ich diese in die Hand nehme, oder ich am Zoomring des Objektives drehe, habe ich Angst etwas abzubrechen 😀 Sie sieht wirklich super aus, aber in der Hand macht sie keinen allzu guten Eindruck.

Heute in Bremerhaven…
… das Wetter war eher bescheiden.

Technisch ist die Kamera völlig in Ordnung. Die Menüführung ist leicht verständlich, das Kit-Objektiv ist ok, auch wenn dieses die Plastikverarbeitung der Kamera weiterführt. Sie ist leicht und klein, liegt aber noch recht sicher in der Hand. Die Bilder gehen qualitativ in Ordnung und die Kamera sieht richtig gut aus. Trotzdem fühlt es sich nicht richtig an, beim Fotografieren auf den blöden Bildschirm zu starren, anstatt durch eine Sucher zu schauen.

Ich nutze auch gerne mal ältere Objektive der OM-Serie mit der XM-1. Zumindest hatte ich das so vor. Ich besitze ein tolles 50mm Objektiv mit einer Blende von 1/1.8 … ein herrliches Bokeh. Leider ist der manuelle Fokus über den kleinen Bildschirm nicht so toll. Es gibt zwar eine visuelle Hilfe, die auch überall gelobt wird. Ich komme damit aber gar nicht klar.

Ich werde sie auf jeden Fall behalten, als Ersatzkamera oder für die kommenden Jahre, in der mein Sohn sich für das Fotografieren mehr interessiert (er rennt jetzt schon begeistert mit einer alten Canon Filmkamera herum). Allerdings freue ich mich, wenn ich in den kommenden Tagen die EOS 550D wieder in den Händen halte. Dies war meine dritte DSLR. Meine erste war eine alte 300D. Die habe ich wirklich gemocht und mit ihr habe ich die Grundlagen des Fotografierens gelernt. Vorbei waren die Zeit des Knipsen mit einer Kompaktkamera.

Leider ist mir diese dann nach knapp einem halben Jahr kaputt gegangen. Die Verschluss wollte nicht mehr. Die Kamera hatte einfach schon zu viele Auslösungen hinter sich. Dann kaufte ich mir eine 1000D. Diese war zu der Zeit das aktuelle Einsteigermodell.

Irgendwann kam dann die 550D ins Haus, weil mir ein Videomodus fehlte. Dieses Modell gefiel mir so gut, dass ich es jetzt unbedingt wieder haben muss. Die aktuellen Modelle interessieren mich null. Warum sollte ich auch für ein aktuelles Modell viel Geld hinlegen, wenn ich meine Lieblingskamera für einen Drittel bekommen kann… Aber eigentlich wollte ich ja nur etwas zu der Fujifilm XM-1 sagen. Ich würde ich eine Schulnote von 3+ geben und sie wird eine gute Figur auf dem Regal im Esszimmer machen 😉